Wie haben KZ-Häftlinge den Lageralltag, sich selbst und ihre Mithäftlinge, Erfahrungen von Zwangsarbeit, Gewalt, Tod auf Papier festgehalten? An wen richten sich diese Zeichnungen, wen sprechen sie heute an? Was bedeutet es, die eigenen Geschichten oder die anderer zu zeigen und sie auf Papier zu bringen?
In ihrem Vortrag stellt Christiane Heß (Stiftung Hamburger Gedenkstätten) ihre Forschung zu den visuellen Selbstzeugnissen aus den Lagern Ravensbrück und Neuengamme vor. Anhand von ausgewählten Zeichnungen diskutiert sie die unterschiedlichen Bedingungen der Bildproduktion, die Handlungsmöglichkeiten der Zeichner*innen sowie die Verbreitung der Bilder nach 1945 – immer mit Blick auf die soziale Dimension. In der Auseinandersetzung mit diesen Bildern wird deutlich, wie wichtig eine Vermittlungsarbeit ist, die sich kritisch mit dem visuellen Vokabular auseinandersetzt.
Anmeldung
Die Veranstaltung findet im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe „Perspektiven der Erinnerungskultur“ der Gedenkstättenförderung Niedersachsen statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte wenden sich bitte unter Angabe Ihres Namens, Berufs und (wenn vorhanden) der Affiliation per E-Mail an die nachfolgende E-Mail-Adresse. Im Vorfeld der Veranstaltungen schicken wir allen angemeldeten Teilnehmer*innen den Zoom-Link zu.
Anmelden: gfn@stiftung-ng.de
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