• Typ: Perspektiven der Erinnerungskultur
  • Datum: 26.10.2026

Gedenkstätten als solidarische, sichere und antifaschistische Räume

Der Arbeitskreis „Räume Öffnen“ besteht seit 2016 und ist ein loser Zusammenschluss unterschiedlicher Personen, die pädagogisch, wissenschaftlich und kuratorisch zum Themenfeld "Erinnerungskulturen und Nationalsozialismus" arbeiten.

Der Arbeitskreis „Räume Öffnen“ besteht seit 2016 und ist ein loser Zusammenschluss unterschiedlicher Personen, die pädagogisch, wissenschaftlich und kuratorisch zum Themenfeld "Erinnerungskulturen und Nationalsozialismus" arbeiten. Der Arbeitskreis ist für uns ein Raum, in dem wir unserer Arbeitspraxen, unsere Selbstverständnisse und unsere Institutionen gemeinsam kritisch reflektieren. In unserem 2022 im Gedenkstättenrundbrief veröffentlichen Prozesspapier haben wir entlang verschiedener Räume unsere Ziele für eine Gedenkstättenarbeit in einer Gesellschaft der Vielen entworfen. Viele davon sind durch die gesellschaftspolitischen Zuspitzungen der letzten Jahre umso dringlicher geworden.

Wir möchten zwei davon, die uns besonderes drängend erscheinen, mit Ihnen/Euch diskutieren: Was bedeutet es, Gedenkstätten konsequent als solidarische und sichere, sowie antifaschistische Räume zu betrachten und zu gestalten?

Wir verstehen Gedenkstätten und NS-Dokumentationszentren als politische Institutionen und gesellschaftliche Akteur*innen und stellen uns klar gegen die Idee einer vermeintlichen politischen Neutralität. Stattdessen fordern wir, (Bildungs-)Räume so zu gestalten, wie wir uns eine Gesellschaft der Vielen vorstellen: solidarisch, machtkritisch und sicher. Dabei agieren wir aus der parteiischen Positionierung für und mit Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Durch das aktuelle Erstarken rechter Positionen ist davon auszugehen, dass der Begriff des Antifaschismus nicht nur in den USA in Zukunft noch stärker delegitimiert wird. Durch eine deutliche Positionierung von Erinnerungsorten als antifaschistische Räume kann es gelingen, die eigene Position zu festigen und im Einsatz für eine solidarische Gesellschaft zusätzliche Verbündete zu gewinnen. Erinnerungsarbeit war und ist niemals unpolitisch oder neutral.

Ausgehend von den Orten, an denen wir arbeiten, steht die kritische Auseinandersetzung mit dem NS und der Verhandlung seiner Bedeutung für die postnazistische Migrationsgesellschaft heute im Zentrum unserer Bildungsarbeit. 

Mit Cornelia Chmiel/Kai Mueller/Jennifer Farber (Arbeitskreis Räume Öffnen)

Anmeldung

Die Veranstaltung findet im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe „Perspektiven der Erinnerungskultur“ der Gedenkstättenförderung Niedersachsen statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte wenden sich bitte unter Angabe Ihres Namens, Berufs und (wenn vorhanden) der Affiliation per E-Mail an die nachfolgende E-Mail-Adresse. Im Vorfeld der Veranstaltungen schicken wir allen angemeldeten Teilnehmer*innen den Zoom-Link zu.

Anmelden: gfn@stiftung-ng.de

Einlassvorbehalt

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder durch antisemitische, demokratiefeindliche, geschichtsleugnende, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Haltungen oder sichtbare Zeichen in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

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